NachfolgeBlog ist nun etwas älter als ein Jahr. Die Zahl der Leser ist seitdem beständig gestiegen, und auch sonst habe ich häufig eine positive Rückmeldung bekommen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Auch die ein oder andere neue Bekanntschaft hat sich durch den Blog ergeben, was mich besonders freut.
Gerade lesen wir in unserem Hauskreis das erste Buch Mose und stellen immer wieder mit Erstaunen fest, wie Gott durch alle menschliche Bosheit und Willkür hindurch seine guten Ziele verfolgt und erreicht. Das gilt auch für Weihnachten: Gott kommt als verletzbarer Mensch zu uns und begibt sich in die Hände seiner Geschöpfe. Sein Leben war schon vor seiner Geburt gekennzeichnet von Ablehnung und Verfolgung, von Hass und Misstrauen – schließlich führt der Weg von Jesus Christus ans Kreuz. Doch das ist nicht das Ende, auch und gerade hier erreicht Gott sein Ziel: Das Heil der Menschen im Tod und der Auferstehung von Jesus Christus.
In dem Lied “Nun freut euch lieben Christen g’mein” schreibt Luther etwas über Jesus, was ganz besonders an dem Kind in der Krippe deutlich wird:
Gar heimlich führt er sein Gewalt,
Er ging in meiner armen Gstalt,
Gottes Handeln ist oft verborgen und unsichtbar, ja scheint unter dem – allzuoft bösen – Tun des Menschen zu verschwinden – und doch wirkt Gott und erreicht seine guten Ziele. Wenig später in dem Lied sagt Jesus zu dem, der ihm vertraut:
Den Tod verschlingt das Leben mein,
Mein Unschuld trägt die Sünde dein,
Und:
Ich geb mich selber ganz für dich,
Da will ich für dich ringen;
Denn ich bin dein und du bist mein,
Und wo ich bleib, da sollst du sein,
Uns soll der Feind nicht scheiden.
Mancheiner behauptet, das Kind in der Krippe habe es nie gegeben – andere sehen in ihm ein ganz einfaches Kind. Tatsächlich liegt in der Krippe der, der allein uns Menschen in seiner Liebe helfen und tragen kann. Aber auch hier handelt Gott im Verborgenen – ein unscheinbares Kind!
Möge Gott diese Weihnachtszeit gebrauchen, um uns die Augen wieder ganz neu für sein verborgenes Handeln zu öffnen und uns zu verdeutlichen, wer da in der Krippe lag.
In diesem Sinne wünsche ich allen gesegnete Feiertage!