Posts Tagged ‘Weihnachten’

Weihnachten nach Johannes

Er [Jesus Christus] kam in seine eigene Schöpfung, doch seine Geschöpfe, die Menschen, wiesen ihn ab. Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm Glauben schenkten, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

Das Evangelium nach Johannes, Kapitel 1, die Verse 11 und 12

Weihnachten und Gott gehören zusammen

Der Jugendevangelist Dr. Theo Lehmann spricht über Joh 3,16:

 
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Vielen Dank und eine gesegnete Weihnachtszeit!

NachfolgeBlog ist nun etwas älter als ein Jahr. Die Zahl der Leser ist seitdem beständig gestiegen, und auch sonst habe ich häufig eine positive Rückmeldung bekommen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Auch die ein oder andere neue Bekanntschaft hat sich durch den Blog ergeben, was mich besonders freut.

Gerade lesen wir in unserem Hauskreis das erste Buch Mose und stellen immer wieder mit Erstaunen fest, wie Gott durch alle menschliche Bosheit und Willkür hindurch seine guten Ziele verfolgt und erreicht. Das gilt auch für Weihnachten: Gott kommt als verletzbarer Mensch zu uns und begibt sich in die Hände seiner Geschöpfe. Sein Leben war schon vor seiner Geburt gekennzeichnet von Ablehnung und Verfolgung, von Hass und Misstrauen – schließlich führt der Weg von Jesus Christus ans Kreuz. Doch das ist nicht das Ende, auch und gerade hier erreicht Gott sein Ziel: Das Heil der Menschen im Tod und der Auferstehung von Jesus Christus.

In dem Lied “Nun freut euch lieben Christen g’mein” schreibt Luther etwas über Jesus, was ganz besonders an dem Kind in der Krippe deutlich wird:

Gar heimlich führt er sein Gewalt,
Er ging in meiner armen Gstalt,

Gottes Handeln ist oft verborgen und unsichtbar, ja scheint unter dem – allzuoft bösen – Tun des Menschen zu verschwinden – und doch wirkt Gott und erreicht seine guten Ziele. Wenig später in dem Lied sagt Jesus zu dem, der ihm vertraut:

Den Tod verschlingt das Leben mein,
Mein Unschuld trägt die Sünde dein,

Und:

Ich geb mich selber ganz für dich,
Da will ich für dich ringen;
Denn ich bin dein und du bist mein,
Und wo ich bleib, da sollst du sein,
Uns soll der Feind nicht scheiden.

Mancheiner behauptet, das Kind in der Krippe habe es nie gegeben – andere sehen in ihm ein ganz einfaches Kind. Tatsächlich liegt in der Krippe der, der allein uns Menschen in seiner Liebe helfen und tragen kann. Aber auch hier handelt Gott im Verborgenen – ein unscheinbares Kind!

Möge Gott diese Weihnachtszeit gebrauchen, um uns die Augen wieder ganz neu für sein verborgenes Handeln zu öffnen und uns zu verdeutlichen, wer da in der Krippe lag.

In diesem Sinne wünsche ich allen gesegnete Feiertage!

Warum Weihnachten feiern?

Die Frage nach Weihnachten stellte SoulsaverTV unter Marilyn Manson Fans:

Die Weisen und die Nachfolge

Was wir von den Weisen aus dem Morgenland für die Nachfolge lernen können, erklärt uns Pastor Olaf Latzel (St. Martini Gemeinde, Bremen) in der Predigt, auf die ich Sie heute hinweisen möchte.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten ersten Sonntag im Jahr 2009!

 

Gesegnete Weihnachten!

In der Schilderung der Geburt von Jesus Christus im Matthäusevangelium heißt es (1,22-25):

Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.

Mit zwei Namen wird Jesus hier benannt, nämlich Immanuel und Jesus. Der Name hatte damals große Bedeutung, denn er sollte nicht nur eine Person benennen, sondern sie auch charakterisieren. Jesus bedeutet so viel wie “Gott rettet” und Immanuel heißt “Gott mit uns”. In Jesus Christus ist Gott hautnah zu uns gekommen und hat unser Leben durchlitten und durchlebt. So haben wir einen Gott, der uns kennt und uns versteht – einen Gott, der mit uns ist. Doch in Jesus ist Gott nicht nur mit uns, er ist auch unser Retter. Er erlöst uns von aller Sinnlosigkeit und Verlorenheit unseres Lebens und führt uns zurück in die Gemeinschaft mit Gott. Wir alle leben zunächst ohne und gegen Gott, aber in Jesus hat Gott diese Trennung aufgehoben und uns mit sich versöhnt. In Jesus lernen wir den lebendigen Gott und seine Liebe kennen. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen und euch, dass das Wunder von Weihnachte, das Wunder der “Menschwerdung” Gottes, euer Leben ganz neu erfüllt und bereichert.

Herzliche Grüße und gesegnete Weihnachtstage!

Vielen Christen graut vor Weihnachten

An Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus Christus. Für die Christen in unserem Land ist das in der Regel ein freudiger Tag. Nicht so für die Christen in Indien, Indonesien, im Irak, Bangladesch, Sri Lanka, Vietnam und China. Sie müssen in diesen Tagen wieder verstärkt befürchten, Opfer von Gewalt durch Extremisten oder den Staat zu werden. Die “Weihnachtsgeschichte”, die wir in unserem Land in idyllischer Atmosphäre bei Kerzenschein im warmen Wohnzimmer und in den Kirchen verlesen, wird für die Christen in diesen Ländern bittere Realität: Sie müssen erfahren, was Christus erfuhr: “Für euch gibt es keinen Platz hier.” Aber das soll ihnen zugleich auch Trost sein, denn Jesus hat gesagt:  (weiterlesen…)

Der Weihnachtsmann, Mister X und Jesus

Wenn naive Gemüter von Gott reden, stellen sie sich so eine Art Superweihnachtsmann vor, der über allem schwebt. Wenn Philosophen von Gott reden, dann sprechen sie von einem absoluten Seienden, von der ersten Ursache, vom großen X, das hinter allem steht. Wenn Christen von Gott reden, dann reden sie von einem Menschen, der unter uns ist. Über das absolute Seiende kann man debattieren, aber darüber kann man nicht glücklich werden. Zum Glück brauchen wir uns mit solchem abstrusen Zeug wie dem großen X nicht abzuschinden. Da brauchen wir nicht erst Philosophie zu studieren, um mitreden zu können. Die Mühe nimmt Gott uns ab. Da kommt er uns entgegen, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist überhaupt nicht nötig, daß wir uns eine Vorstellung von Gott machen, denn Gott hat sich nach der Vorankündigung durch die Propheten und Johannes den Täufer zu Weihnachten höchstpersönlich vorgestellt. (weiterlesen…)

Es begab sich aber zu der Zeit …

Unter dem Titel “Es begab sich aber zu der Zeit …” (The Nativity Story) erschien zu Weihnachten 2006 eine neue Verfilmung der Weihnachtsgeschichte. Die Kritiken schwankten zwischen dem “ultimativen Weihnachtsfilm” und der ironischen Betitelung als “Naivity Story” (Naive Erzählung). Meine Bewertung liegt irgendwo dazwischen, allerdings mit Tendenz zum ersteren. Der Film beginnt mit der Prophezeiung aus Jer 23,5-6, um deren Erfüllung sich die Handlung dreht, wobei besonders aus der Perspektive der Maria erzählt wird. Sehr gelungen finde ich die Darstellung des Charakters des Herodes. Äußerst positiv zu bemerken ist auch, dass der Film sich durchaus an die biblische Grundlage hält. Allerdings hätte man an einigen Stellen dies noch konsequenter tun können (so wirkt etwa das Auftreten der Engel etwas befremdlich). Insgesamt finde ich diese Verfilmung recht gelungen und für eine gemütliche Fernsehzeit über die Weihnachtstage mit der Familie durchaus empfehlenswert. (Oder vielleicht auch als Weihnachtsgeschenk für Leute die ungern lesen und denen man an Weihnachten etwas von der Weihnachtsbotschaft vermitteln möchte.) Falls sich den Film jemand von euch ansieht, würde mich interessieren, wie ihr ihn findet.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

“Das kleine Weihnachtsevangelium”

Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken. (Titus 2,11-14)