Posts Tagged ‘Thomas Schirrmacher’

Selbst- und Nächstenliebe

Selbst- und Nächstenliebe – das hört sich zunächst nach einem Widerspruch an:

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3Mose 19,18; Mt 22,35–40; Mk 12,28–34; Lk 10,25–28; Gal 5,13–14; Jak 2,8–12; Röm 13,8–10; Mt 19,19; Mt 5,43).

Einige verstehen diesen Satz – meist mit Hilfe psychologischer Überlegungen – als generelle Aufforderung, dass man sich zunächst selbst lieben müsse, bevor man andere lieben könne. Andere sehen jede Selbstliebe als das Ende der von Jesus geforderten Selbstverleugnung (Mt 16,24; Mk 8,34; Lk 9,23) an und verstehen das „wie dich selbst“ als Zugeständnis an den leider immer vorhandenen Egoismus. Wer hat recht?

Wer recht hat, erklärt Thomas Schirrmacher hier: thomasschirrmacher.info

Was ist Selbstverleugnung?

Soeben hat Thomas Schirrmacher auf seinem Blog einen Beitrag zum Thema „Ist Selbstverleugnung christlich?“ veröffentlicht, auf den ich hier hinweisen möchte: thomasschirrmacher.info

Glauben und Denken 2/2009

Auf dem Weg zum Jahresende präsentiert das Martin Bucer Seminar noch eine Ausgabe von Glauben und Denken heute (GuDh). Darin gibt es u. a. einen erstmals in deutscher Sprache veröffentlichten Text von Francis A. Schaeffer aus dem Jahr 1951, der sich mit der Frage beschäftigt, wie wir zu wahrer Kraft und Freude am Herrn kommen. Schaeffer betont darin, dass man nur zu Kraft und Freude im Glaubensleben durchdingen kann, wenn man sowohl im persönlichen Leben als auch in der Gemeinde nach Reinheit in Lehre und Leben und nach Liebe strebt. So schreibt Schaeffer:

Im zweiten Kapitel der Offenbarung sehen wir wie Christus zu der Gemeinde in Ephesus spricht. Diese Gemeinde war eine arbeitende Gemeinde. Es war eine Gemeinde mit Geduld – Geduld offensichtlich mitten in Verfolgung um Christi willen. Es war eine Gemeinde, die falsche Lehre hasste, und Christus hat sie für all das gelobt, aber es mangelte ihnen an einer Sache: Sie hatten ihre erste Liebe verlassen. Sie hatten ihre Liebe zu Christus verlassen. Keiner von außen konnte das erkennen, aber Christus wusste es. Sie taten all die Dinge, die sie begonnen hatten, weil sie ihn liebten, aber sie taten diese Dinge nicht mehr länger aus einer tiefen Liebe zu Christus. Und der Herr sagte ihnen, wenn sie nicht zu ihrer ersten Liebe zurückkehrten, würde er ihren Leuchter wegnehmen. Das bedeutet, er würde ihr Zeugnis wegnehmen. Es gibt vor Gott nur ein akzeptables letztendliches Motiv – das ist unsere Liebe zu ihm.

Sehr interessant ist auch der Artikel von John Warwick Montgomery, der die Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens mit juristischen Mitteln untersucht. So schreibt er etwa zu der Frage, ob die neutestamentlichen Dokumente als Beweismittel taugen:

Wie gut sind diese Aufzeichnungen des Neuen Testaments? Sie erfüllen auf schöne Weise den Bedarf des Historikers an Verlässlichkeit in der Überlieferung (ihre Texte sind von der Zeit ihrer Niederschrift bis in unsere Tage akkurat überliefert worden), interner Verlässlichkeit (sie beanspruchen, als Dokumente Primärquellen zu sein, und das hört sich wahr an) und externer Verlässlichkeit (ihre Verfasserschaft und ihre Abfassungsdaten werden gestützt durch solche soliden äußeren Zeugnisse, wie das des Autors Papias aus dem frühen zweiten Jahrhundert, einem Schüler des Evangelisten Johannes. Ihm wurde von Johannes berichtet, dass die ersten drei Evangelien tatsächlich von ihren traditionell überlieferten Verfassern geschrieben wurden). Simon Greenleaf von Harvard, die größte Autorität des 19. Jahrhunderts im Beweisrecht in der Welt des Bürgerlichen Rechts, wandte auf diese Aufzeichnungen die „Antike-Dokumente“-Regel an: Antike Dokumente werden als taugliches Beweismittel angenommen, wenn sie „redlich in der äußeren Aufmachung“ sind (d. h. sie bieten keinen inneren Beweis für Manipulation) und in „annehmbarer Aufbewahrung“ erhalten wurden (d. h. ihre Konservierung war vereinbar mit ihrem Inhalt). Er zieht den Schluss, dass die Tauglichkeit der Dokumente des Neuen Testaments von jedem Gerichtshof bestätigt werden würde.

Daneben enthält die aktuelle Ausgabe von Glauben und Denken heute zwei Artikel von Thomas Schirrmacher, einen Bericht über ein neues Studienzentrum des Martin Bucer Seminars und zwei Buchrezensionen.

Hier kann Glauben und Denken heute heruntergeladen werden: GuDh 2/09

Das NT war vor 70 n. Chr. fertig

Diese Überzeugung vertritt Prof. Dr. Thomas Schirrmacher nun seit fast 30 Jahren, und damit ist er nicht alleine (siehe dazu seinen aktuellen Blogbeitrag: Karl Jaros: Das Neue Testament war vor 70 n. Chr. fertiggestellt). Sein Artikel Gründe für die Frühdatierung der Offenbarung vor 70 n. Chr. kann hier als PDF heruntergeladen werden: www.thomasschirrmacher.info

Für wen starb Jesus?

Ein Theologieprofessor sagte einmal: “Man muss auch mal etwas sagen, was die Menschen provoziert.” So möchte ich hier jetzt etwas zitieren, was vermutlich auch den ein oder anderen Leser provozieren wird oder zumindest zum Nachdenken anregen mag:

Wenn man die Frage stellt, für wen Christus am Kreuz starb, antworten viele Christen spontan ‚für alle Menschen‘. Die weitaus meisten Stellen, die angeben, für wen Christus starb oder kam, sprechen jedoch eindeutig von seinem Sterben beziehungsweise Kommen für die ‚Gemeinde‘, für ‚uns‘ usw. (z. B. 2Kor 5,21; Röm 5,8; Röm 8,3.31–33; Gal 1,3–5; Eph 5,25; Mt 1,21; Joh 10,15; 1Joh 4,10; vgl. Eph 1,4; Joh 17,9). Die reformierte (genauer die calvinistische) Theologie geht sogar davon aus, dass an keiner Stelle gesagt wird, dass Jesus für die Welt als Ganzes starb, sondern immer alle Christen angesprochen werden, also der Teil der Menschheit gemeint ist, der tatsächlich gerettet wird. Tatsächlich gibt es neben den zahlreichen Texten, nach denen der Tod Jesu für die Gemeinde geschehen ist – auch wenn dies wie in 2Petr 3,9 oft erst aus dem Zusammenhang deutlich wird – nur wenige Texte im Neuen Testament, in denen überhaupt davon die Rede ist, dass Jesus für ‚alle‘ Menschen oder die ‚Welt‘ (nämlich 1Tim 2,4; Joh 1,29; 3,16; 1Joh 2,2; 2Petr 2,1; 1Tim 4,10) starb, also auch für die, die dann doch verloren gehen. Ich gehe hier eher von einer klassischen Komplementarität aus. Im Sinne des in Ewigkeit vollendeten Heilswerkes starb Christus für die, die tatsächlich in ewiger Gemeinschaft mit Gott leben werden. Im Sinne der Reichweite, Mächtigkeit und des Angebotes, starb er für die ganze Welt.

So starb Jesus Christus auch für Dich!

Der vollständige Artikel Gnade vor Recht durch Sühne und Versöhnung von Prof. T. Schirrmacher kann in der aktuellen Ausgabe von Glauben und Denken heute nachgelesen werden (GuDh).

Anbetung durch Taten

Darüber spricht Thomas Schirrmacher in dieser Predigt über Mt 5,23.24:

 

Gibt es zwei sich widersprechende Schöpfungsberichte?

Mit meinem Dozenten für Altes Testament habe ich seinerzeit über die Quellenscheidung in der Genesis gewitzelt, dass ich später ja mal über die feministischen Tendenz beim Jahwisten promovieren könnte. Trotz all seiner Ermutigung dazu, bin ich diesem Vorhaben nicht weiter nachgegangen. ;-) Ein Semester Literaturwissenschaft hat mich dann unfähig gemacht, die sog. historisch-kritische Bibelwissenschaft noch sehr ernst zu nehmen …

Thomas Schirrmacher hat sich in einem MBS Text kurz und treffend mit der Frage beschäftigt, ob man zwingend annehmen muss, dass die “beiden” Schöpfungsberichte im ersten Buch Mose einander widersprechen und aufgrund der unterschiedlichen “Gottesbezeichnungen” in diesen Bibelabschnitten von unterschiedlichen Autoren und aus unterschiedlichen Zeiten stammen.

Der MBS Text kann hier herunter geladen werden: MBS Text 113

    Gibt es eine christliche Kunst?

    Nachdem hier schon ausgiebig die Frage nach einer “christlichen Musik” diskutiert und die Diskussion mit großem Interesse verfolgt wurde, möchte ich an dieser Stelle auf einen Artikel von Thomas Schirrmacher zu der Frage, ob es eine christliche Kunst gibt, hinweisen:

    Wir haben abgetrieben: Das Leid der Väter

    Fast vierzig Jahre nach der Legalisierung von Abtreibungen stellte DIE ZEIT Mitte des Monats elf Männer vor, die bis heute darunter leiden, dass ihre Kinder abgetrieben wurden. Oft erfahren werdende Väter erst nach dem “Eingriff” davon und die aktuelle Gesetzgebung zur Abtreibung berücksichtigt die Väter kaum. Umso wichtiger, dass darüber berichtet wird:

    Weitere Informationen zum Thema:

    Predigt zum Thema:
     

    Ehe – Liebe – Treue

    Für diesen Sonntag verweise ich auf eine recht gute Predigt von Thomas Schirrmacher über Ehe, Liebe und Treue: