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Soll die Kirche die Probleme der Welt lösen?

Was ist der Auftrag der Kirche und wie soll sie den Problemen unserer Tage entgegentreten? Kann und soll die Kirche auf alle sozialen und politischen Fragen eine christliche Antwort geben? Dietrich Bonhoeffer, der am 9. April 1945 wegen seines Widerstandes gegen das Hitler-Regime hingerichtet wurde, war zwar überzeugt, dass Christen sozial und politisch aktiv sind, er meinte aber auch, dass das Christentum nicht dazu da sei, „die Welt in Ordnung zu kriegen“:

Jesus beschäftigt sich so gut wie gar nicht mit der Lösung weltlicher Probleme; wo er dazu aufgefordert wird, weicht er merkwürdig aus (Mat. 22,15ff.; Luk. 12,13), wie er überhaupt auf Fragen der Menschen fast nie direkt, sondern von einer ganz anderen Ebene her antwortet. Sein Wort ist nicht Antwort auf menschliche Fragen und Probleme, sondern die göttliche Antwort auf die göttliche Frage an den Menschen. Sein Wort ist wesentlich nicht von unten, sondern von oben her bestimmt, nicht Lösung, sondern Erlösung. Nicht aus der Entzweiung menschlicher Problematik des Guten und des Bösen, sondern aus der vollständigen Einheit des Sohnes mit dem Willen des Vaters kommt sein Wort. Es steht jenseits aller menschlichen Problematik. Das muß zuerst einmal verstanden sein. Weil Jesus statt der Lösung der Probleme die Erlösung der Menschen bringt, darum bringt er aber auch wirklich die Lösung aller menschlichen Probleme – „es wird alles zu fallen“ (Mat. 6,33) – nur von ganz anderer Warte her.

Wer sagt uns eigentlich, daß alle weltlichen Probleme gelöst werden sollen und können? Vielleicht ist Gott die Ungelöstheit dieser Probleme wichtiger, als ihre Lösung, nämlich als Hinweis auf den Sündenfall der Menschen und auf Gottes Erlösung. Vielleicht sind die Probleme der Menschen so verstrickt, so falsch gestellt, daß sie eben wirklich nicht zu lösen sind. (Das Problem von Armen und Reichen wird sich eben nie anders lösen lassen, als indem es ungelöst bleibt.)

Dietrich Bonhoeffer, „Ethik“ 1949, S. 277.

Haftstrafen für Eltern, deren Kinder nicht an einer Theateraufführung teilnehmen sollten

Es ist eigentlich unglaublich: Aus Gewissensgründen hatten Eltern ihre Kinder nicht an einer Theateraufführung mit dem Titel „Mein Körper gehört mir“ teilnehmen lassen, die an einer Grundschule zur Sexualaufklärung dargeboten werden sollte. Die Schulleiterin war mit dem Verhalten der Eltern nicht einverstanden und erstattete Anzeige. Mittlerweile wurden in 17 Fällen Elternteile in Erzwingungshaft genommen. Das christliche Informationsforum Medrum berichtet über die jüngsten Inhaftierungen:

Gestern morgen, um kurz vor acht Uhr, wurden zwei Mütter aus Salzkotten, Anna D. und Elisabeth E., zu Hause von Polizisten abgeholt und zunächst in die JVA Bielefeld gebracht. Sie sind Mütter von 14 Kindern. Sie lehnten es aus Gewissengründen ab, ihre Kinder an der Theateraufführungt “Mein Körper gehört mir” teilnehmen zu lassen. Dieses Theaterstück zerstört nach Einschätzung dieser Mütter die Scham der Kinder und begünstigt die Pädophilie, die es angeblich verhindern soll. Die christlich lebenden Eltern sehen dies als Eingriff in ihre elterlichen Erziehungsrechte und ihre Glaubens- und Gewissensfreiheit. Sie können es ihren Kindern gegenüber nicht verantworten, sie an den von der Schule angeordneten Theateraufführungen teilnehmen zu lassen. Wie zuvor bereits bei anderen Elternteilen, war die Grundschule ihrer Kinder jedoch nicht bereit, einer Befreiung der Kinder von der Theateraufführung zuzustimmen.

Die beiden Mütter wurden zwischenzeitlich in die JVA Gelsenkirchen gebracht, in der sie für die Dauer von 6 und 8 Tagen die verhängte Erzwingshaft absitzen sollen.

Weitere Informationen gibt es hier, hier und auf katholisches.info. Interessant ist auch die Internetseite für Kinder zur Theateraufführung, die andeutet, womit die Kinder in dem Stück konfrontiert werden.

Ein Plädoyer für die Konservativen

Sie gelten vielen als die “ewig Gestrigen”; doch warum eigentlich? Wäre die Besinnung auf ein tragbares Fundament und auf Altbewährtes nicht gerade das, was wir in unseren Tagen brauchen, wo selbst der Staat sich auf dubiose Geschäfte einlässt. Problematisch sind heute nicht linke oder rechte Strömungen, sondern das dekonstruktivistische Durcheinander der Massen, die eigentlich so gar keine Position mehr haben.

Der nicht mehr ganz junge „Spiegel“- Redakteur Jan Fleischhauer bekennt im Bestseller „Unter Linken“, er sei ein Konservativer geworden. „Das Schwierigste für jeden späten Konservativen ist immer das Coming-out“, gesteht er. „Es ist ein Moment, den man hinauszögert, solange es geht. Man fürchtet die Reaktion der Kollegen. Man will auch seine Eltern nicht beschämen.“ Vernünftige Leute, so sein Fazit, müssen sich von der dauerpubertierenden Linken verabschieden. Wenn der Verstand über die Hormone triumphiert, gewinnt immer das Konservative.

Der Senior im Lodenmantel gewichtet die Machtverhältnisse jedoch völlig anders. Er trachtet schon etwas länger als der Neu-Altvordere Fleischhauer, am Bewahrenswerten festzuhalten – und fühlt sich als Verlierer. Dieser Konservative alter Schule muss erleben, dass die eigene Tochter acht gescheiterte Beziehungen hinter sich hat, aber noch immer kinderlos ist; die Enkel der anderen haben zwar Abitur, halten aber Mars ausschließlich für einen Schokoriegel; der Medien-Mainstream fürchtet den Untergang der Insel Tuvalu mehr als den des gesamtem Abendlandes. Kein Wunder, denkt der vom Zeitgeist Gebeutelte, dass der verweichlichte Westen dem Islam nichts mehr entgegenzusetzen hat. In seiner Sicht der Dinge sind Frauenbewegung, sexuelle Libertinage, Kuschelpädagogik und Multikulti-Ideologie siegreich durch alle Institutionen marschiert, vor allem Familie und Schule ließen sie als Ruinen zurück.

Diese verkürzte Bestandsaufnahme zeigt: Die Gesellschaft ist weder rechter noch linker geworden. Jedes festumrissene Milieu ist in der Krise, weil es eine konsequente Haltung voraussetzt. Haltung aber will durchgehalten werden, und daran hapert es auf allen Seiten.

Der ganze Artikel kann hier nachgelesen werden: www.merkur.de

Demgegenüber sollten Christen heute durch konsequentes Festhalten am Wort Gottes und durch einen liebevollen Umgang mit dem Nächsten Zeugen ihres Herrn sein, Haltung bewahren und Charakterstärke demonstrieren.

Wer pflegt das C?

Die CDU hat in der Vergangenheit nicht gerade durch klare Positionen bei Themen wie Lebensschutz und Ehe und Familie geglänzt. Zwar Betont die Bundeskanzlerin immer wieder gerne die Bedeutung des Cs, lässt aber entsprechende Konsequenzen vermissen.

Angela Merkel hat die Partei modernisiert. Nun muss sie die christlichen Wurzeln pflegen. Die Union war von Anfang an ein ökumenisches Projekt – das hat ihren Erfolg mitbegründet.

Der vollständigen Artikel kann hier nachgelesen werden: www.merkur.de

Es hätte schlimmer kommen können

Der heute vorgelegte Koalitionsvertrag zwischen der CDU/CSU und der FDP lässt Hoffnung schöpfen. Nicht nur im Blick auf die umstrittenen Internetsperren, gibt es einige positive Ansätze (mehr dazu: www.heise.de und www.zeit.de), sondern auch zum Thema Religionsfreiheit: So wurde der Einsatz für Religionsfreiheit und besonders für christliche Minderheiten in anderen Ländern ausdrücklich festgehalten!

Mehr dazu: www.thomasschirrmacher.info

Wem sollen wir in den nächsten vier Jahren folgen?

In weniger als zwei Wochen ist in Deutschland Bundestagswahl. Wer sich noch nicht schlüssig ist, was (oder wen) er (oder sie) wählen soll, dem hilft vielleicht der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung weiter: www.wahl-o-mat.de

Internet-Bravo: „Elektronisches Erotik-Magazin“

Heute berichtet idea über das Internetangebot der Jugendzeitschrift “Bravo”: (weiterlesen…)

Grüne verstärken Druck auf Seelsorge-Kongress

Nachdem Volker Beck (Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen) bereits im vergangenen Jahr erfolgreich daran mitgewirkt hatte, dass ein Seminar zum Thema Homosexualität auf dem Jugendkongress Christival abgesagt wurde, hat er sich nun auch in die Diskussion um den Ende Mai in Marburg stattfindenden Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge eingemischt.

Bereits vor einigen Wochen hatten u. a. die hessischen Grünen und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland Stadt und Universität aufgefordert, sich von diesem Kongress zu distanzieren bzw. keine Räume zur Verfügung zu stellen. Bisher allerdings mit wenig Erfolg. Nun ist Beck, mit der Forderung bestimmte Referenten auszuladen, in die Bresche getreten. Es ist zwar kein Seminar geplant, das sich explizit mit Homosexualität beschäftigt, aber den Kritikern des Kongresses genügt es offenbar, dass die erwähnten Referenten nicht ihre Meinung teilen. Und bevor jemand etwas Falsches sagt ist es wohl besser, wenn er gar nichts sagt (bzw. sagen darf).

Wie dem auch sei, es bleibt mit Spannung abzuwarten, ob man in unserem Land zum Thema Homosexualität in der Öffentlichkeit auch noch eine andere Meinung äußern darf? (Denn es geht ja um nicht mehr – und nicht weniger –, als die freie Meinungsäußerung).

Weitere Informationen: