Posts Tagged ‘Meinungsfreiheit’

Vorlesungsverbot für Edith Düsing?

Das Autonome Lesben- und Schwulenreferat der Universität zu Köln (LuSK) will verhindern, dass die Philosophieprofessorin Edith Düsing anlässlich des 250. Geburtstags von Friedrich Schiller einen Vortrag an der Universität Köln halten darf. Obwohl sich weder die Lehr- und Forschungstätigkeit der Professorin noch der bevorstehende Vortrag mit dem Thema Homosexualität beschäftigt, drängt das LuSK auf ein Redeverbot.

Frau Düsing hatte sich im vergangenen Mai für das Stattfinden des 6. Internationalen Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge ausgesprochen und scheint daher auf der Abschussliste von Homosexuellenverbänden zu stehen.

Mehr dazu: www.medrum.de

Der Tag danach

Der 6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge ist vorüber. Was bleibt sind die Eindrücke von Beschimpfungen gegen Christen, unsachlichen Darstellungen in den Medien und Schmierereien, die Jesus als gekreuzigtes Schwein darstellen (gestern habe ich diese auch an einer Hauswand sehen müssen).

Die Kritik am Kongress war getragen von einer grundsätzlichen Kritik am christlichen Glauben. Sie ist letztlich ein Versuch, sich Christus und seinen Anspruch vom Hals zu halten. Doch was bleibt den Christen anderes übrig, als in Zukunft noch klarer von Jesus zu reden?

Weitere Informationen bzw. Rückblicke:

Die Kontroverse um den “Marburger Kongress” geht weiter

Vor einiger Zeit habe ich über die Kritik u. a. der Günen an dem für Ende Mai geplanten Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge in Marburg berichtet (siehe hier). Aktuelle Informationen zum Fortgang des Streites und die Möglichkeit, eine Erklärung zur Unterstützung für die Freiheit der Rede, der Wissenschaft und der Therapie zu unterzeichnen, bietet das christliche Informationsforum MEDRUM.

Weitere Informationen:

Christlicher Blogger in Saudi Arabien wieder frei

Die Freilassung von Saleh Hamud al-Amri kam für alle überraschend und unerwartet. Er hatte sich auf seinem Blog zum christlichen Glauben bekannt – ein Schritt, auf den nach dem Scharia-Recht die Todesstrafe steht. Doch al-Amri entging nicht nur dem Todesurteil, er wurde jetzt sogar freigelassen. Mehr dazu: www.pro-medienmagazin.de

    Sind Evangelikale eine Bedrohung für die offene Gesellschaft?

    “Die ARD Journalisten Oda Lambrecht und Christian Baars haben ein viel beachtetes Buch über die Evangelikalen geschrieben (vgl. hier). In ihrem Werk Mission Gottesreich: Fundamentalistische Christen in Deutschland stellen sie die These auf, dass ein Netzwerk evangelikaler Glaubensgemeinschaften Minderheiten diskriminiert, gegen Andersgläubige hetzt und nach politischer Macht greift. Das Buch vermitteltet über viele Seiten hinweg den Eindruck, die nutzlosen Evangelikalen seien eine fundamentalistische Bedrohung für eine sonst weitestgehend offene Gesellschaft.

    Thomas Schirrmacher hat das Buch kritisch gelesen und in einem Kommentar herausgearbeitet, dass sich die Agitation der Autoren stellenweise gegen alle Christen mit festen Glaubensüberzeugungen wendet, dabei allerdings die Evangelikalen in ein besonders schlechtes Licht gerückt werden …” (Ron Kubsch)

    Mehr Informationen und den Download des Kommentars finden sich bei Ron Kubsch und Thomas Schirrmacher.

    Grüne verstärken Druck auf Seelsorge-Kongress

    Nachdem Volker Beck (Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen) bereits im vergangenen Jahr erfolgreich daran mitgewirkt hatte, dass ein Seminar zum Thema Homosexualität auf dem Jugendkongress Christival abgesagt wurde, hat er sich nun auch in die Diskussion um den Ende Mai in Marburg stattfindenden Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge eingemischt.

    Bereits vor einigen Wochen hatten u. a. die hessischen Grünen und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland Stadt und Universität aufgefordert, sich von diesem Kongress zu distanzieren bzw. keine Räume zur Verfügung zu stellen. Bisher allerdings mit wenig Erfolg. Nun ist Beck, mit der Forderung bestimmte Referenten auszuladen, in die Bresche getreten. Es ist zwar kein Seminar geplant, das sich explizit mit Homosexualität beschäftigt, aber den Kritikern des Kongresses genügt es offenbar, dass die erwähnten Referenten nicht ihre Meinung teilen. Und bevor jemand etwas Falsches sagt ist es wohl besser, wenn er gar nichts sagt (bzw. sagen darf).

    Wie dem auch sei, es bleibt mit Spannung abzuwarten, ob man in unserem Land zum Thema Homosexualität in der Öffentlichkeit auch noch eine andere Meinung äußern darf? (Denn es geht ja um nicht mehr – und nicht weniger –, als die freie Meinungsäußerung).

    Weitere Informationen:

    ‘Keine Toleranz gegenüber Intoleranten!’?

    Dieser Satz ist am vergangenen Samstag Franz Müntefering entsprungen. Er sagte dies im Blick auf den Aufmarsch der Neonazis in Dresden und gerade in diesem Zusammenhang ist man (so auch ich) schnell geneigt dem Slogan “Keine Toleranz gegenüber Intoleranten.” zuzustimmen. Aber Moment: Müsste man in einem demokratischen Staat mit Meinungsfreiheit nicht auch die Meinung und Überzeugung stehen lassen können, die man zutiefst ablehnt? Ist es nicht gerade ein Kennzeichen von Toleranz, dass man (völlig) anderer Meinung ist und sich trotzdem gegenseitig stehen lassen – eben tolerieren – kann? Denn wer bestimmt eigentlich, wer die “Intoleranten” sind? Steht dieser Slogan tatsächlich noch für die Grundrechte unseres Landes?

    SpaemannDie Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom gleichen Wochenende enthielt ein Interview mit dem em. kath. Philosophieprofessor Robert Spaemann, der behauptet, dass mit dem Schwinden des Glaubens an eine letztgültige Wahrheit auch die Toleranz in unserer Gesellschaft verschwindet (bzw. schon verschwunden ist). Spaemann antwortet auf die Frage, warum eine Gesellschaft, die ihrer Freiheitlichkeit so betont, gleichzeitig solche Intoleranz entwickelt: (weiterlesen…)

    “Die Freiheit hat nicht viele Fans”

    … sagt der Philosoph und Medienwissenschaftler Norbert Bolz in einem Interview mit factum über die Meinungsfreiheit in unseren Tagen.