Archiv für die Kategorie ‘Buch’

Irre! Wir behandeln die Falschen …

Psychische Störungen unter Christen bzw. in den Gemeinden könnten wohl oft besser aufgefangen oder gar verhindert werden, wenn wir uns mehr Zeit füreinander nehmen, uns etwas mehr umeinander kümmern und v. a. mehr miteinander reden würden. Ein interessantes Buch rund um die Thematik psychische Störung hat jetzt der Psychater und Psychotherapeut Prof. Dr. Manfred Lütz vorgestellt. Er selbst sagt dazu:

Wenn Sie mein Buch kennen, dürfen Sie definitiv mit jedem Verrückten reden, schlimmstenfalls auch mit sich selbst.

Weitere Informationen zum Buch, das sehr zu meiner Freude in einem Monat auch als Hörbuch erscheinen wird, gibt es bei Ron Kubsch und in diesem kleinen Videobeitrag: www.youtube.de

Der andere Bonhoeffer

bonhoefferDass ich eine gewisse Vorliebe für Georg Huntemann und Dietrich Bonhoeffer habe, ist wohl bekannt. Nun erinnerte ich mich dunkel, dass ich während meines Studiums einmal ein Buch von Huntemann über Bonhoeffer in den Händen hielt. Der Titel lautete: Der andere Bonhoeffer – Die Herausforderung des Modernismus (R. Brockhaus 1989, 318 S.). Seit Monaten war ich nun auf der Suche nach diesem Buch, das ziemlich selten zu sein scheint, denn immerhin werden gebrauchte Exemplare (wenn man sie denn findet) zwischen 40 und 120 Euro gehandelt! Wesentlich günstiger war mein Exemplar, das ich jetzt erfreut in Händen halte. Huntemann hält Bonhoeffer für unsere Zeit für äußerst wichtig. Er schreibt einleitend an die evangelikale Welt: (weiterlesen…)

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans!

koppelinWas Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr! – Weit gefehlt. Nicht erst heute ist beständiges und lebenslanges Lernen angesagt. Das Leben schreitet voran und bringt täglich neue Herausforderungen mit sich, die es erfordern, sich auf sie einzustellen und neues Wissen und Können zu erlernen. Doch nicht jeder lernt auf die gleiche Weise. Manche kann man mit Büchern jagen, andere sind regelrechte “Leseratten” und wieder andere können einen Vortrag schon fast auswendig, wenn sie ihn nur einmal gehört haben. Heute habe ich ein gutes, knappes Buch von Frank Koppelin gelesen, dass sich mit dem Lernen an sich und mit den verschiedenen Wegen, wie die Lerninhalte in uns gelangen, beschäftigt und schließlich eine kurze Wegweisung, um herauszufenden, welcher “Lerntyp” man ist, bietet. Das alles tut dieses Buch, das zwar im Blick auf Theologiestudenten geschrieben wurde, aber auch allen anderen Lernenden Grundlegendes vermittelt, in kurzer und knapper Weise und bietet damit einen guten Einstieg in die Thematik und praktische Hilfestellungen.

Weitere Informationen:

Wie erkenne ich den Willen Gottes?

gottes_wille_smallDas ist für jeden, der Jesus nachfolgen will, eine ganz grundlegende Frage! Doch wie erkenne ich nun den Willen Gottes? Ist es ein inneres Gefühl? Ein Eindruck? Muss ich dazu Stimmen hören?

Thomas Schirrmacher beantwortet diese Frage in seinem Buch “Wie erkenne ich den Willen Gottes?” anders, als man es in unseren Tagen unter Christen gewohnt ist und zieht die heute recht gängige Praxis einer “Führungsmystik” in Zweifel.

Der Autor hinterfragt die biblische Grundlage der Sicht, dass ein Christ zum Handeln eine persönliche Anweisung Gottes erfragen müsse und ruft zu geistlicher Reife und Selbständigkeit auf. Zugleich legt er in übersichtlichen Schritten dar, wie man nach der Heiligen Schrift den Willen Gottes erkennt. Mystische Ansätze wie z. B. bei Watchman Nee oder Hendrik Heijkoop werden aufgezeigt und widerlegt.

Auch wenn ich mir noch nicht sicher bin, ob ich dem Buch in allem 100%ig zustimmen würde, möchte ich es doch jedem, der nach Gottes Willen sucht, sehr empfehlen.

Weitere Informationen gibt es hier:

Francis Schaeffer für Hitsch und alle Interessenten

“Einer neuen, jungen Generation gewidmet – und jenen Menschen der älteren Generation, die in ihrem standhaften Einsatz als Radikale für die Wahrheit und für Christus eintreten.” Diese Widmung steht über dem letzten Buch von Francis Schaeffer (1912-1984). Unter dem Titel Die große Anpassung (engl. Originaltitel The Great Divorce) rief Schaeffer in den letzten Jahren seines Lebens, die von schwerer Krankheit gekennzeichnet waren, die evangelikalen Christen zur Besinnung und zur Umkehr. Heute wird unter Evangelikalen wieder viel darüber diskutiert, wie man die christliche Botschaft in unserer Zeit leben und weitergeben kann. Doch bereits vor mehr als zwanzig Jahren hat Schaeffer versucht, die Christen auf das Leben in einer nachchristlichen Gesellschaft vorzubereiten. Es lohnt sich diesem Mann zuzuhören, der nicht nur klar von Gott zu reden vermochte, sondern das Evangelium auch in wunderbarer Weise lebte.

Bücher von und über Francis Schaeffer:

  • Einen guten Einstieg zu Francis Schaeffer bietet Ron Kubsch in Wahrheit und Liebe: Was wir von Francis Schaeffer für die Gegenwart lernen können, Bonn: VKW, 2007.
  • Eine übersichtliche (dt.) Literaturlistezu Francis Schaeffer hat ebenfalls Ron Kubsch zusammengestellt.
  • Bei CLV kann das Buch Die große Anpassung bestellt oder hier (kostenlos) heruntergeladen werden.

Videos mit und über Francis Schaeffer:

Vorträge von Francis Schaeffer:

Vorträge über Francis Schaeffer:

Georg Huntemann: Das realexistierende Christentum

HuntemannVor gut drei Jahren, am 9. Oktober 2005, hielt Prof. Dr. Dr. Georg Huntemann seine Abschiedsvorlesung und beendete damit seine 35 Jahre dauernde Lehrtätigkeit an der STH in Basel (ehemals FETA). Geboren wurde Georg Huntemann am 10. Juni 1929 in Bremen, wo er bis heute lebt. In seiner Jugend las er während der Zeit des Nationalsozialismus Mein Kampf von Adolf Hitler und parallel dazu die Bibel. Von letzterer mehr angesprochen, entschloss er sich, am Konfirmandenunterricht teil zu nehmen. Dort traf er auf einen lutherischen Pastor, über den Huntemann später schrieb:

Ich erinnere mich noch, daß ich ihn bei der Anmeldung zum Unterricht wie eine Sehenswürdigkeit anstarrte: Eine lange, hagere Gestalt mit Gehrock und Eckenkragen, weißem Haar, ungemein ausdrucksvollen Augen und wohlklingender Stimme. Als Autorität stellte er einen bemerkenswerten Unterschied dar zu den “Führergestalten” der damaligen Zeit. Welch ein Unterschied zwischen Autorität und Diktatur, Führer und Pastor!

Hier lernte Huntemann einen unverkrampften und lebendigen Christusglauben kennen:

Wichtig ist nicht, was wir in uns fühlen, erleben oder finden. Es geht um den Glauben, in dem wir über uns hinauswachsen und indem wir nicht uns selbst, sondern Christus begegnen.

All das löste in dem jungen Georg den Wunsch aus, Pastor zu werden. So packte er 1949 seine Koffer, um Theologie und Philosophie zu studieren – nicht ahnend, was ihn auf seiner langen Studienreise von (weiterlesen…)