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Ora et Labora

Seit geraumer Zeit beschäftigt mich immer mal wieder die Behauptung, wenn wir mehr glauben (was immer damit im einzelnen gemeint ist) würden und weniger selbst handeln, würden wir auch Gott mehr erfahren. Bisher kann ich dem weder klar zustimmen, noch es klar verneinen. Doch mir erscheint die Haltung, die eine gewisse Untätigkeit unsererseits fordert, irgendwie schwärmerisch. Wie auch immer, auf einen netten Comic zu diesem Thema hat Ron hingewiesen:

Die Übersetzung für meine lieben nicht-englischsprachigen Leser ;-)

  1. Versuch: Asperin plus Gebet … Resultat: Der Kopfschmerz ist verschwunden.
  2. Versuch: Asperin ohne Gebet … Resultat: Soger ohne darum gebeten worden zu sein, hat Gott den Schmerz beseitigt.
  3. Versuch: Gebet ohne Asperin …Resultat: Vermutlich benutzt Gott den Schmerz, um damit ein höheres Ziel zu verfolgen.

Mir scheint da der alte aus dem Spätmittelater stammende Grundsatz „Ora et Labora“ (Bete und Arbeite) wegweisender zu sein. Es scheint mir besser zu sein, mit dem Blick auf Gott tätig voranzugehen, als untätig abzuwarten (wobei „labora“ impliziert, dass die Arbeit mit Mühe und im Schweiße des Angesichts (Gen 3,19) geschieht). Die einzige Ausnahme ist, wenn Gott uns zum Abwarten aufruft. Das aber erkennt nur, wer Gott und sein Wort kennt. In diesem Sinne sollte man diesen Grundatz vollständig zitieren: „Ora et labora et lege, Deus adest sine mora.“ (Bete und arbeite und lies; Gott steht Dir unverzüglich bei.)

Wer andern eine Grube gräbt …

Es kommt alles auf den richtigen Standpunkt an!