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Archiv für die Kategorie ‘Johannesevangelium’

Das Wort ward Mensch

Die ersten Worte des Johannesevangeliums (Verse 1–14) finde ich immer wieder faszinierend; so einfach und doch tiefgründig. In seinem Buch Gott erkennen nennt James I. Packer sieben Dinge, die hier über Jesus Christus ausgesagt werden:

  1. „Im Anfang war das Wort“ (V.1). Das bezeugt die Ewigkeit des Wortes. Es hat selbst keinen Anfang; als alles andere entstand, war Er (Jesus = das Wort) schon da.
  2. „Und das Wort war bei Gott“ (V.1). Das bezeugt das Wort als Person. Die Kraft, die Gottes Wollen zur Tat macht, ist die Kraft eines persönlichen Wesens, das in ewiger Beziehung mit Gott steht als partnerschaftlich tätiges; das ist hier gemeint.
  3. „Und Gott war das Wort“ (V.1). Das bezeugt die Göttlichkeit des Wortes. Wenn auch das Wort gegenüber dem Vater selbst Person ist, so ist es doch nicht ein Geschöpf, sondern ebenso Gott, wie der Vater Gott ist. Das Geheimnis, da in diesem Vers liegt, ist somit dasjenige, daß in Gottes Einheit mehrere Personen eingeschlossen sind.
  4. „Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht“ (V.3). Das bezeugt die Schöpferkraft des Wortes. Das Wort war immer der Ausführende, bei allen schöpferischen Tätigkeiten des Vaters. Alles ist durch das Wort geschaffen. (Hier liegt ein Beweis dafür vor, daß der, der als das Wort bezeichnet wird, selbst nicht zu den geschaffenen Dingen gehört.)
  5. „In ihm war das Leben“ (V.4). Das bezeugt den lebensspendenden Charakter des Wortes. Es gibt kein Leben im Bereich des Geschaffenen, außer in Ihm un durch Ihn, Hier antwortet die Bibel auf alle Fragen durch das Wort. Kein Geschöpf hat Leben aus sich selbst, sondern nur aus dem Wort, der zweiten Person in der Gottheit.
  6. Und das Leben war das Licht der Menschen“ (V.4). Das bezeugt den Offenbarungscharakter des Wortes. Der das leben gibt, gibt auch Licht, d. h. jedem Menschen erweist sich Gott einfach schon aufgrund der Tatsache, daß er in dieser Welt Gottes lebt. Dies, wie die einfache Tatsache des Lebens überhaupt, ist die Wirkung des Wortes.
  7. „Und das Wort ward Fleisch“ (V.14). Das bezeugt die Menschwerdung des Wortes. Das Kind in der Krippe zu Bethlehem war niemand anders als das ewige Wort Gottes.

Weihnachten nach Johannes

Er [Jesus Christus] kam in seine eigene Schöpfung, doch seine Geschöpfe, die Menschen, wiesen ihn ab. Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm Glauben schenkten, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

Das Evangelium nach Johannes, Kapitel 1, die Verse 11 und 12

Weihnachten und Gott gehören zusammen

Der Jugendevangelist Dr. Theo Lehmann spricht über Joh 3,16:

 
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ὁ λόγος

Das griechische Wort λόγος kann viel bedeuten: Sprechen, Wort, Rede, Berechnen, Beweggrund, Abrechnung, Vernunft usw. Doch was bedeutet ὁ λόγος im Prolog des Johannesevangeliums?

Dort wird ὁ λόγος meist mit das Wort übersetzt. Ein tragischer Fehler, meinte einst ein Altphilologe, der mich (und andere) in die literaturwissenschaftliche Methodik einführen wollte. Es sei ein Irrtum des Mittelalters, ὁ λόγος mit verbum übersetzt zu haben – und mit dieser Überzeugung ist er nicht allein. Schon der berühmte Goethe wies in Faust 1 auf vermeintliche Übersetzungsprobleme hin und kam zu dem Schluss: (weiterlesen…)

Bist Du Israels Lehrer und weißt das nicht?

Wie kommt der Mensch zu einem neuen Leben, einem Leben in der Gemeinschaft mit Gott? Diese Frage diskutierte eines Nachts Nikodemus mit Jesus (vgl. Joh 3). Nikodemus war ein Theologe, ein Lehrer, der dem Volk Gottes den Weg zu Gott weisen sollte. Doch wie auch viele Theologen heute über Gott reden und doch nicht zu Gott führen, so war auch der gelehrte Nikodemus blind im Blick auf Gott und lebte im Irrtum, aus dem ihn nur die Begegnung mit Jesus befreien konnte.

Jesus erhellt den Blick des Nikodemus und erklärt ihm, dass der einzige Weg zu Gott über den gekreuzigten Christus führt (Joh 3,14–18). Wer zu Gott will, kommt am Kreuz Christi nicht vorbei, und wer Menschen zu Gott führen will, muss das Kreuz lieben, denn im Kreuz offenbart sich die Liebe Gottes (Joh 3,16).