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Publiziert von Johannes am 10. Mrz 2010 unter SonstigesChristen in der Mediengesellschaft
Publiziert von Johannes am 8. Mrz 2010 unter Gesellschaft, Medien
Wie soll man sich in einer Gesellschaft verhalten, die durch die Form der neuen Medien in Gefahr steht, zunehmend mit nicht ausreichend recherchierten, undifferenzierten und einseitigen Meldungen und Berichterstattungen gefüttert zu werden? Christen haben in den vergangenen beiden Jahren verschiedentlich die Erfahrung machen müssen, dass solche Berichterstattungen nicht nur Realität sind, sondern durchaus auch handfeste Konsequenzen nach sich ziehen. In einem Interview mit dem Christlichen Medienmagazin PRO (Ausgabe 1/2010) sagte der Journalist und Autor Prof. Dr. Wolfgang Stock dazu:
Denken Sie nur an das Jahr 2009, aus meiner Sicht ein Wendejahr in der Kommunikation der Christen in Deutschland. Sie fanden sich in einer Situation, in der ihnen regelrechter Hass entgegenschlug – denken sie etwa an den Kongress für Psychologie und Seelsorge in Marburg oder das Christival im Mai 2008 in Bremen. Für mich war es ein Schock, während des Kongresses in Marburg unter Polizeischutz einen Gottesdienst zu besuchen. Auch Journalisten sind einigen christlichen Überzeugungen mit großem Unverständnis begegnet. Als ich das Buch von zwei ARD-Journalisten über “christliche Fundamentalisten und die Kirche” gelesen habe, das ebenfalls im vergangenen Jahr erschien, war mir klar: die beiden verstehen Kirche und Glaube überhaupt nicht! Das ist noch nicht einmal ein Vorwurf, sondern für mich die Erkenntnis, dass in führenden Positionen in den Medien Menschen tätig sind, die das Wesen des Christentums und die Motivation von Christen in diesem Land nicht richtig einordnen können. Beispiel Mission: Immer wieder wurde in Fernsehreportagen abwertend kommentiert, dass sich Christen in muslimisch geprägten Staaten als Missionare aufhalten. Dass sich diese Christen um das Wohl der Menschen kümmern und etwa in Krankenhäusern tätig sind, ignorieren die meisten.
Zu den Konsequenzen, die Christen daraus ziehen sollten, meint Stock:
Wir müssen mehr erklären, wer und was wir sind, welche Botschaft wir haben und was diese Botschaft für unsere Gesellschaft bedeutet. Wir müssen deutlich machen, dass sie in keinem Fall eine Gefahr ist, sondern ein Angebot und dass Christen niemanden hassen. Denn das wird Christen angesichts der Debatten im vergangenen Jahr immer wieder unterstellt. Aber das ist völlig abwegig.
Prof. Stock wird auch auf der ersten christlichen Bloggertagung “blog the word” sprechen: bloggertagung.de
Bildnachweis: Gerrit Visscher
No Little People, No Little Places
Publiziert von Johannes am 7. Mrz 2010 unter Nachfolge, Predigt
Eine der besten und ermutigendsten Predigten, die ich je gehört habe, ist No Little People von Francis Schaeffer:
I am such a small person, so limited in talents – in energy and psychological strength and knowledge – that what I do is not really important. The Bible, however, has a quite different emphasis: with God there are no little people.
Es sei jedem, der der englischen Sprache mächtig ist, empfohlen, sich diese Predigt im L’Abri ideas library anzuhören oder sie sich in Buchform (mit neun weiteren Predigten) zu Gemüte zu führen: amazon.de.
Unter dem Titel Jeder ist von Bedeutung – Zehn Predigten für das 20. Jahrhundert ist die Predigt in einem Sammelband auch in einer deutschen Fassung erschienen, der allerdings meist nur recht teuer zu bekommen ist: amazon.de oder zvab.de. Aber es lohnt sich – auch im 21. Jahrhundert!
Christus verweist auf die Bibel
Publiziert von Johannes am 7. Mrz 2010 unter BibelEs ist ein seltsames Bild: Da sind zwei der Apostel unterwegs, bewegt von den Ereignissen und Berichten der letzten Tage und Stunden (vgl. Lk 24,13 ff.). Sie sind nicht in der Lage, sich auf all das Erlebte einen Reim zu machen, bis ein mysteriöser Fremder zu ihnen tritt und zuhört. Sie erzählen ihm in ihrer Ratlosigkeit alles. Seine Reaktion muss die beiden hart getroffen haben:
O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! (Lk 24,25)
Der geheimsvolle Fremde ist der auferstandene Jesus Christus, der seine Jünger rügt, weil sie nicht im Stande waren, die Ereignisse im Licht der Heiligen Schrift zu deuten:
Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war. (Lk 24,27)
Jesus lenkt den Blick der Jünger, die sich angstvoll zurückgezogen hatten und nicht mehr weiter wussten, auf das, was die Bibel über ihn sagt. Ganz ähnlich verhält es sich in der darauf folgenden Begegnung zwischen Jesus und seinen Jüngern. Wieder trifft der Auferstandene auf erstaunten und ängstlichen Unglauben und wieder lenkt er die Aufmerksamkeit der Jünger auf das Zeugnis der Schrift:
Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden, und sprach zu ihnen: So steht’s geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Fangt an in Jerusalem und seid dafür Zeugen. (Lk 24,44-48)
Im Wort der Bibel findet der Gaube der Jünger das tragfähige Fundament für ein Leben als Zeugen und Nachfolger Christi. Jesus selbst ist dabei derjenige, der Schlüssel und Tür zum Verständnis der Bibel ist. Was er damals in leiblicher Gegenwart tat, tut er heute bei denen, die ihm vertrauen, durch seinen Geist (siehe Lk 24,49; Apg 2,4; Joh 14,26; Joh 15,26; 1Joh 2,20.27). Wer folglich hier und da nach Orientierung und Wegweisung sucht und dabei meint, ohne das Licht der Heiligen Schrift Christus nachfolgen zu können, der wird im Dunkel wandern – denn Christus verweist uns auf die Bibel.
Wer bin ich?
Publiziert von Johannes am 3. Mrz 2010 unter MusikEine interessante musikalische Interpretation von Dietrich Bonhoeffers Gedicht Wer bin ich? habe ich auf YouTube gefunden: www.Youtube.de
Das Lied von Dave Mendoza kann hier als mp3 heruntergeladen werden. Weitere Informationen über den Komponisten gibt es hier und auf seinem YouTube-Kanal.
Mit zerbrochenen Stäben und geknickten Reben
Publiziert von Johannes am 3. Mrz 2010 unter NachfolgeWem seine Unzulänglichkeit, Sündhaftigkeit und das beständige Versagen vor dem einen heiligen und gerechten Gott bewusst ist, der mag hin und wieder dahin kommen, an sich zu verzweifeln. Doch der gnädige Gott macht uns in seinem Knecht und unserem Erlöser Mut und gibt uns Kraft, ihm zu vertrauen. Beim Propheten Jesaja heißt es über Jesus Christus (Jes 42,1-4):
Siehe, das ist mein Knecht – ich halte ihn – und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung.
In diesem Sinne werden diejenige, die diesem Knecht Gottes nachfolgen, in einem alten Erweckungslied ermutigt:
Das war ja so Dein Wesen
von alten Tagen her,
daß Du Dir hast erlesen,
was arm, gebeugt und leer,
daß mit zerbrochnen Stäben
Du Deine Wunder tatst
und mit geknickten Reben
die Feinde untertratst.
Christus und Der Herr der Ringe
Publiziert von Johannes am 2. Mrz 2010 unter LiteraturDie Interpretationen von Der Herr der Ringe sind vielfältig. Manche behaupten der Autor J. R. R. Tolkien hätte auf heidnische Mythen zurückgegriffen, andere meinten, Tolkien würde die Geschehnisse seiner Zeit verarbeiten, wieder andere sehen in der Trilogie durchaus christliche Züge. Tolkien selbst schrieb 1953 in einem Brief an Robert Murray:
The Lord of the Rings is of course a fundamentally religious and Catholic work; unconsciously so at first but consciously in the revision. I … have cut out practically all references to anything like ‘religion,’ to cults and practices in the imaginary world. For the religious element is absorbed into the story and the symbolism.
In einer demnächst erscheinenden Aufsatzsammlung schreibt Prof. John Warwick Montgomery in seinem Artikel Tolkien: Lord of the Occult? (Übersetzung von mir; mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.):
Die allumfassende Handlung von Der Herr der Ringe (ein kosmischer Kampf zwischen Gut und Böse, wobei das Gute letztlich durch die Tugend eines sühnenden Aktes triumphiert) wird durch die führenden Charaktäre – Gandalf, Frodo und Aragon – verstärkt, die als Prophet, Priester und König „einander als Christus-Abbilder ergänzen“. Gandalf erscheint in der Geschichte immer zu kritischen, bestimmten Zeitpunkten, wie es die alttestamentlichen Propheten in der Geschichte Israels taten; und er stirbt und steht wieder auf. Frodo zertritt in seiner Schwachheit den Kopf der Schlange und trägt dabei eine bleibende Verletzung davon (vgl. dazu das so genannte „Protoevangelium“, Genesis 3,15): Man denkt sofort an Christi erlösende Wunden, die er in Ewigkeit behält. Aragon ist der „einstige und zukünftige König“: Der Leser erlebt „den Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen dem satanähnlichen dunklen Herrscher und dem christusähnlichen wahren König Aragon“ mit.
… Der Herr der Ringe fungiert als ein literarischer Johannes der Täufer – er ist nicht der Christus, aber er weist unerbittlich auf ihn, dabei werden andere zu Kreuz, Auferstehung, neuem Himmel und neuer Erde geführt.
Wie entscheidest Du Dich?
Publiziert von Johannes am 26. Feb 2010 unter BibelDietrich Bonhoeffer war der Überzeugung, dass wir in der Bibel Gott selbst begegnen und ihn auch nur dort wirklich kennenlernen können. Angesichts der Veränderungen seiner Zeit, einer Auflösung bisher geltender Werte und einer Umwälzung gesellschaftlicher Verhältnisse, stellte Bonhoeffer eine wichtige und grundlegende Frage, weil er offenbar nur in ihrer Beantwortung Rettung sah:
Es bleibt also nichts als die Entscheidung, ob wir dem Wort der Bibel trauen wollen oder nicht, ob wir uns von ihm halten lassen wollen, wie von keinem anderen Wort im Leben und im Sterben; und ich glaube wir werden erst dann recht froh und ruhig werden können, wenn wir diese Entscheidung getroffen haben.
L’Abri ideas library
Publiziert von Johannes am 21. Feb 2010 unter Nachfolge, Predigt
Seit Monaten warte ich darauf, dass das L’Abri ideas library endlich seine Pforten öffnet – und jetzt ist es soweit! Nun stehen u. a. zahlreiche Predigten und Vorträge von Edith und Francis Schaeffer und anderen L’Abri-Mitarbeitern zum kostenlosen Download für den privaten Gebrauch bereit: www.labri-ideas-library.org
Die Musik soll man nicht verachten
Publiziert von Johannes am 21. Feb 2010 unter Musik
Was Martin Luther hier über Musik sagt, trifft wohl nicht auf alle Spielarten derselben zu, finde ich aber grundsätzlich ganz treffend:
Wer die Musik verachtet (sprach D. M. Luther), wie denn alle Schwärmer tun, mit denen bin ich nicht zufrieden. Denn die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, nicht ein Menschengeschenk. So vertreibt sie auch den Teufel und macht die Leute fröhlich: man vergißt dabei allen Zorns, Unkeuschheit, Hoffart und anderer Laster. Ich gebe nach der Theologie der Musik die nächste Stelle und die höchste Ehre.
Tischreden, WA 7034
An anderer Stelle bekennt der Reformator:
Doch meine Liebe zur Musik, die mich öfters erquickt und von großer Seelenpein befreit hat, ist über die Maßen groß und sprudelt so heraus.
Brief an Ludwig Senfl, Oktober 1530

