Warum ist Sex etwas Besonderes?

Publiziert von Johannes am 9. Feb 2010 unter Ehe & Familie, Gesellschaft, Sexualität

Kürzlich habe ich hier bereits auf den Artikel What Makes Sex So Special? von Prof. Thomas K. Johnson hingewiesen, der jetzt dank der fleißigen Arbeit von Doris C. Leisering auch auf Deutsch zur Verfügung steht: MBS Texte 145

Christen für Religionsfreiheit

Publiziert von Johannes am 8. Feb 2010 unter Christenverfolgung

Dass die Religionsfreiheit in Europa schwindet, habe ich hier vor einigen Monaten am Beispiel Englands bereits angesprochen. Im letzten Jahr wurde dort ein Ehepaar inhaftiert, weil es mit einer muslimischen Frau über ihren Glauben sprach (mehr dazu hier oder hier).

Prof. Thomas Schirrmacher hat jetzt in einem Artikel acht Gründe genannt, warum Christen unter allen Religionen der stärksten Diskriminierung ausgesetzt sind. Der Artikel kann hier nachgelesen werden: www.merkur.de

Der Hauptgrund aller Verfolgung von Menschen, die zu Jesus Christus gehören, liegt aber nach wie vor in der Haltung gegenüber Christus begründet; Jesus sagt zu seinen Nachfolgern:

Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebt. Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. … Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; … Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. (Joh 15,17-21)

Deutsches Interview mit John Piper

Publiziert von Johannes am 6. Feb 2010 unter Kirche

apologet.de hat auf ein interessantes Interview mit John Piper über den Dienst der Gemeinden in Deutschland hingewiesen. Das Interview wird ins Deutsche übersetzt und kann hier angesehen werden: www.ebtc-berlin.de

Tut Buße

Publiziert von Johannes am 5. Feb 2010 unter Nachfolge

Die ersten Worte, die Jesus predigte, waren: “Tut Buße”. Abkehr von Sünde, Schuld und Ungerechtigkeit sind Grundvoraussetzung zur Einkehr in das Reich Gottes und zur Gemeinschaft mit dem Herrn. Es hilft wenig, ständig neue Programme und Konzepte für Wachstum und Aufbau von Gemeinden auszudenken und auszuprobieren, wenn die Gemeinde des lebendigen Gottes und jeder einzelne Christ dabei vergisst, tiefgreifend Buße zu tun. Nicht durch unsere Konzepte und Methoden erreicht Gott seine Ziele, sondern durch seinen Geist, der in bußfertigen Herzen einzieht, die ihr Vertrauen ganz auf die Gnade Gottes in Jesus Christus setzen. Und dieser Jesus Christus ruft uns zu: “Tut Buße!”

Ein Plädoyer für die Konservativen

Publiziert von Johannes am 5. Feb 2010 unter Gesellschaft

Sie gelten vielen als die “ewig Gestrigen”; doch warum eigentlich? Wäre die Besinnung auf ein tragbares Fundament und auf Altbewährtes nicht gerade das, was wir in unseren Tagen brauchen, wo selbst der Staat sich auf dubiose Geschäfte einlässt. Problematisch sind heute nicht linke oder rechte Strömungen, sondern das dekonstruktivistische Durcheinander der Massen, die eigentlich so gar keine Position mehr haben.

Der nicht mehr ganz junge „Spiegel“- Redakteur Jan Fleischhauer bekennt im Bestseller „Unter Linken“, er sei ein Konservativer geworden. „Das Schwierigste für jeden späten Konservativen ist immer das Coming-out“, gesteht er. „Es ist ein Moment, den man hinauszögert, solange es geht. Man fürchtet die Reaktion der Kollegen. Man will auch seine Eltern nicht beschämen.“ Vernünftige Leute, so sein Fazit, müssen sich von der dauerpubertierenden Linken verabschieden. Wenn der Verstand über die Hormone triumphiert, gewinnt immer das Konservative.

Der Senior im Lodenmantel gewichtet die Machtverhältnisse jedoch völlig anders. Er trachtet schon etwas länger als der Neu-Altvordere Fleischhauer, am Bewahrenswerten festzuhalten – und fühlt sich als Verlierer. Dieser Konservative alter Schule muss erleben, dass die eigene Tochter acht gescheiterte Beziehungen hinter sich hat, aber noch immer kinderlos ist; die Enkel der anderen haben zwar Abitur, halten aber Mars ausschließlich für einen Schokoriegel; der Medien-Mainstream fürchtet den Untergang der Insel Tuvalu mehr als den des gesamtem Abendlandes. Kein Wunder, denkt der vom Zeitgeist Gebeutelte, dass der verweichlichte Westen dem Islam nichts mehr entgegenzusetzen hat. In seiner Sicht der Dinge sind Frauenbewegung, sexuelle Libertinage, Kuschelpädagogik und Multikulti-Ideologie siegreich durch alle Institutionen marschiert, vor allem Familie und Schule ließen sie als Ruinen zurück.

Diese verkürzte Bestandsaufnahme zeigt: Die Gesellschaft ist weder rechter noch linker geworden. Jedes festumrissene Milieu ist in der Krise, weil es eine konsequente Haltung voraussetzt. Haltung aber will durchgehalten werden, und daran hapert es auf allen Seiten.

Der ganze Artikel kann hier nachgelesen werden: www.merkur.de

Demgegenüber sollten Christen heute durch konsequentes Festhalten am Wort Gottes und durch einen liebevollen Umgang mit dem Nächsten Zeugen ihres Herrn sein, Haltung bewahren und Charakterstärke demonstrieren.

Wie kann die tägliche Arbeit ein geistlicher Dienst werden?

Publiziert von Johannes am 3. Feb 2010 unter Arbeit, Dienen, Nachfolge

Dazu J. I. Packer:

Christentum ohne Kreuz

Publiziert von Johannes am 1. Feb 2010 unter Nachfolge

Meinen ursprünglichen Post habe ich entfernt, da die idea-Kurzmeldung zu dem Frauentag des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes ein unglückliches Bild des Kongresses zeichnet, ihn in das Licht eines unter uns Christen heute leider sehr weit verbreiteten “Wohlfühlchristentums” rückt, das ohne die gute Nachricht vom gekreuzigten Christus auskommt, und der Veranstaltung offenbar nicht gerecht wird! Ich habe beim Liebenzeller Gemeinschaftsverband um Verzeihung für dieses Missverständnis gebeten und bedanke mich für die schnelle Reaktion!

Wunder geschehen

Publiziert von Johannes am 29. Jan 2010 unter Sonstiges

Und manchmal taucht Hilfe “aus heiterem Himmel” auf:

Das Ereignis liegt schon etliche Jahre zurück: An einem späten Herbstnachmittag bekam ich einen Anruf mit der Bitte, kurzfristig einige Kisten mit christlicher Literatur für einen Büchertisch abzuholen … [mehr]

Kann ein Christ vom Glauben abfallen?

Publiziert von Johannes am 29. Jan 2010 unter Fragen zum NT, Nachfolge

Das dem so ist bzw. dass das Heil an bestimmte Bedingungen geknüpft ist, suggerieren jedenfalls viele Aussagen im Neuen Testament auf den ersten Blick. So scheint in 1Tim 4,16 die Rettung des Paulusschülers am rechten Ausüben seines Amtes zu hängen. In 1Kor 15,1-2 oder 2Kor 13,5 kann der Eindruck entstehen, die Gemeinde könnte ihren Glauben verlieren und einige Stellen im Hebräerbrief – v. a. 6,4–6 – haben schon so manchem Kopfzerbrechen bereitet. In Kolosser 1,21–23 heißt es:

Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken, hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle; wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel.

Was aber, wenn nicht? Und heißt das nun, dass der Mensch etwas zu seiner Rettung tun muss? Und wie verhalten sich solche Aussagen gegenüber der Rede von Erwählung und unerschütterlicher Heilsgewissheit wie sie sich etwa in Römer 8,28–39 oder in Hebr 10 finden? Charles H. Spurgeon meinte, dass diese Warnungen und Ermahnungen keineswegs bedeuten, dass ein Christ sich wieder von Christus abwenden würde, sondern, dass sie im Heilshandeln Gottes eine bestimmte Funktion erfüllen. In einer Predigt zu Hebr 6,4–6 sagte er:

Wenn Gott dort ein “Wenn” einfügt, dann tut er das aus gutem Grund und zu einem guten Zweck. Erstens … um Dich vom Abfall abzuhalten. Gott bewahrt seine Kinder vor dem Abfall, aber dazu benutzt er bestimmte Mittel … Dort klafft ein tiefer Abgrund. Wie kann man jemanden am besten davor bewahren hinabzufallen? Warum nicht, indem man ihm sagt, wenn er hinabfiele, würde er unweigerlich in Stücke zerschmettert? In manchen alten Burgen gibt es einen tiefen Keller voller Grubengas. Jeder, der dort hinabgehen würde, würde ersticken. Was sagt uns der Fremdenführer? “Wenn Sie dort hinabgehen, werden Sie nie wieder lebendig herauskommen.” Wem käme in den Sinn, hinabzugehen? Allein dass uns der Fremdenführer die Folgen nennt, hält uns davon ab. Ein Freund nimmt uns einen Becher Arsen aus der Hand; er will verhindern, dass wir ihn trinken, und sagt: “Wenn Du das trinkst, wird es Dich umbringen.” Nimmt er auch nur einen Moment an, dass wir es trinken würden? Nein! Er sagt, welche Folgen es hätte, und er ist sicher, dass wir es nicht tun werden. So sagt auch Gott: “Mein Kind, wenn Du von dieser Klippe stürzt, wirst Du zerschmettert.” Was tut das Kind? Es sagt: “Vater, halt mich fest! Halte Du mich, dann bin ich sicher.” Der Gläubige wird dadurch zu größerer Abhängigkeit von Gott geführt, zu einer heiligen Furcht und Vorsicht, weil er weiß: Würde er herabfallen, könnte er nicht erneuert werden. So hält er sich von diesem gähnenden Abgrund fern, weil er weiß: Fiele er dort hinein, dann gäbe es für ihn keine Rettung.

Wider den Synergismus

Publiziert von Johannes am 29. Jan 2010 unter Apologetik

Der Synergismus in der Theologie ist die Lehre, dass Gott und Mensch, etwa im Blick auf das Heil oder die Heiligung, “zusammen arbeiten” (griech. syn=zusammen, ergo=ich arbeite). So muss aus dem Blickwinkel des Synergismus beispielsweise Kol 3,5 so verstanden werden, dass der Christ durch Christus gerettet ist und es jetzt bei jedem Christen liegt, die Sünde aus dem eigenen Leben zu vertreiben; frei nach dem Motto: Gott hat seinen Teil getan, jetzt bist Du dran! Cornelius van Til kommentiert dies:

Der Synergismus hält es für erwiesen, dass es zwischen Gott und Mensch keine wahre persönliche Beziehung geben kann, ehe man nicht die Absolutheit Gottes in dem Maße bestreitet, dass man die Freiheit des Menschen aufrechterhalten kann. Der Synergismus setzt voraus, dass ein Mensch nicht wahrhaft persönlich handeln kann, sofern ein solches Handeln unpersönlich ist. D. h. Synergismus bedeutet, dass menschliches Handeln nicht zugleich ein persönliches Handeln Gottes sein kann, wenn auch in einem anderen Sinn. Der Synergismus setzt voraus, entweder nur der Mensch oder [nur] Gott könnte zu einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Ort persönlich handeln, aber sie könnten dies nicht gleichzeitig am selben Berührungspunkt tun …
A Survey of Christian Epistemology, Bd. 2., S. 68

Letztlich ist doch dann der “Gott-Mensch” Jesus Christus die leibhaftige Widerlegung des Synergismus.